Elena Morettini, Director des Business Sustainable Studio von Globant, erklärt, wie und warum es notwendig ist, das Bewusstsein für Nachhaltigkeit in Unternehmen zu schärfen.

Zweifellos nimmt der Umweltaktivismus in der heutigen Gesellschaft eine immer größere Rolle ein. Sicherlich war das nicht immer der Fall – erst recht nicht in großen Konzernen. Lange Zeit haben Unternehmen die nötige Balance zwischen wirtschaftlichem Wachstum und dem verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen sträflich vernachlässigt. Fadenscheinige Versuche zur Erreichung dieses Ziels mündeten im Phänomen des „Greenwashings“.

Doch obwohl viele Organisationen die Nachhaltigkeitskriterien und die in der Agenda 2030 verankerten Ziele für nachhaltige Entwicklung als reines Lippenbekenntnis missbraucht haben, sind sich Zivilgesellschaft und Unternehmen des unmittelbaren Handlungsbedarfs bewusst geworden, eine nachhaltige und vor allem reale Balance zwischen Mensch und Natur herzustellen.

„Es gibt viele innovative Initiativen, in denen Unternehmen zusammengefunden haben, um auf nachhaltigere Weise eine inklusivere Wirtschaft zu verwirklichen. Wir bei Globant sind davon überzeugt, dass in IT-Unternehmen bereits ein Mentalitätswandel stattfindet. Sie nutzen die nachhaltigsten Verfahren und Anwendungen unter dem Gesichtspunkt der Energieeffizienz, um ihre DNA von Grund auf umzugestalten und Emissionen zu vermeiden, die mit einem nicht rationalisierten Energieverbrauch verbunden sind“, erläutert Elena Morettini.

Dieser organisatorische Perspektivwechsel muss jedoch von einem sozialen Wandel begleitet werden, der bereits eingeläutet wurde. Wir können das Thema Nachhaltigkeit nicht länger ignorieren. „Unser Ziel als Gesellschaft ist es, die CO2-Emissionen in den nächsten 30 Jahren von 51 Millionen Tonnen auf 0 zu drücken. Dieses Ziel unterstreicht die Bedeutung von Technologie bei der Schaffung eines neuen Organisationsmodells, das die Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt seiner Wertschöpfungskette stellt“, führt Morettini weiter aus.

Es hat sich gezeigt, dass Digitalisierung mit Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen muss, da sie das mächtigste Werkzeug ist, das wir haben, um den Wandel voranzutreiben, den die Europäische Union als „doppelten Wandel“ (engl. twin transition) bezeichnet. Er verbindet Digitalisierung und Nachhaltigkeit und nutzt „Green IT“, um den logischen und notwendigen Fortschritt in Gang zu setzen. „Wir bei Globant sind davon überzeugt, dass die schrittweise Abschaffung einiger Industriezweige Nachhaltigkeit in allen Bereichen der Wirtschaft ermöglichen wird. Dazu bedarf es allerdings wirksamer Maßnahmen.“

Technologie-Trends wie künstliche Intelligenz, das Internet der Dinge und Blockchain werden für die Verwirklichung der SDGs entscheidend sein. Dafür braucht es aber auch die richtigen Köpfe. Wie die europäische Kommission Anfang 2021 meldete, wird der Fachkräftemangel in der Tech-Branche zu einer Millionen unbesetzter Stellen führen. Deshalb müssen wir einen besseren Zugriff auf das Talent finden, das in Universitäten, Schulen und Forschungszentren schlummert. Wir dürfen keinen weiteren Aufschub dulden. Es ist an der Zeit, eine Zukunft einzuläuten, in der Kooperation, Nachhaltigkeit und Transparenz entscheidende Werte für Unternehmen sind, um eine bessere Beziehung zu ihren Mitarbeitern aufzubauen.

Das Sustainable Business Studio von Globant bietet Unternehmen die nötigen Werkzeuge und das Fachwissen, um ihren Klimafahrplan zu entwickeln. Wir helfen ihnen, Lösungsansätze im Angesicht der Agenda 2030 zu erarbeiten und ihr Unternehmen noch verantwortungsbewusster aufzustellen.
* Adaption eines spanischen Artikels, der am 8. Februar 2022 in El Economista veröffentlicht wurde: „El cambio de idiosincrasia de las empresas IT será en clave sostenible“ von Elena Morettini

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