Wie das Metaversum digitale Arbeit neu erfindet

July 20, 2022

Qualifizierte Mitarbeiter sind für Unternehmen schwieriger zu finden als Kunden.

Mitarbeiter sind das höchste Gut eines Unternehmens. Mit Blick auf die Zukunft sollten wir deshalb der Zufriedenheit von Mitarbeitern dieselbe Aufmerksamkeit schenken wie der von Kunden. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen Unternehmen eine nahtlose Mitarbeitererfahrung schaffen, Communitys aufbauen und eine Marke entwickeln, mit der sich Mitarbeiter vorbehaltlos identifizieren können.

Im Folgenden vergleichen wir althergebrachte Modelle mit einer möglichen Zukunftsvision:

DAMALSHEUTE
„Push“-Ansatz
Tools und Prozesse ließen den Mitarbeiter außer acht – die Belegschaft hatte sich an die Gegebenheiten anzupassen, nicht umgekehrt. Entscheidungen wurden von oben diktiert, anstatt Teammitglieder einzubeziehen.
„Pull“-AnsatzMitarbeitern werden die nötigen Tools zur Hand gegeben, damit sie bessere Arbeitsergebnisse liefern und sich beruflich entfalten können.
Missverständnisse aufgrund von DatenmangelPersonalteams gründen Entscheidungen auf ihr Bauchgefühl statt auf Datenerkenntnisse. Data AnalyticsQualitativ hochwertige Datenmengen samt Analysen sind der Weg, um Mitarbeiter genauso gut zu verstehen wie Kunden.
Zersplitterte ExperiencesVerschiedene Plattformen, umständliche NutzungGanzheitliche ExperiencesIntuitiv, transparent, zentral steuerbar
Innovationen werden als ferne Zukunftsmusik abgetan„Launch & Forget“-Mentalität, Updates problematisch, daraus resultierender WettbewerbsnachteilFokussierung auf die Zukunft
Neue, wegweisende Collaboration-Technologien; Integration von KI, Metaversum und anderen Technologien

Außergewöhnliche Mitarbeiter erfordern außergewöhnliche Experiences. Digitale Teams von heute haben keine Lust auf Arbeit nach „Schema F“. Aber was bedeutet „außergewöhnlich“ in Bezug auf unsere Erfahrungswelt? Es geht heutzutage nicht mehr darum, den Menschen etwas aufzudrängen. Es geht vielmehr darum, ein digitales Ökosystem zu entwickeln, das Mitarbeitern die Mittel zur Hand gibt, sich selbst aktiv einzubringen. Genau hier kommt das Metaversum ins Spiel. Technologien wie das Metaversum eröffnen uns eine Welt ungeahnter Erfahrungen.

Das Metaversum ist bereits hier

Die meisten Menschen haben schon mal ein Onlinegame gespielt oder zumindest dabei zugesehen. Sie spielen im virtuellen Raum, wo Freunde oder Unbekannte aus jedem Winkel der Welt zusammenkommen, um gemeinsam zu „zocken“. Nun stellen Sie sich das Ganze mit Ihren Kolleginnen und Kollegen vor. Plötzlich bekommt „Upleveln“ eine neue Bedeutung: Wie wäre es mit einem Meeting im Strandcafé? Im Loft in einer virtuellen Metropole? Oder an einem anderen Ort, der uns dem altbekannten Büro entfliehen lässt? In den Unternehmen des Metaversums sind die Möglichkeiten grenzenlos. Arbeitswelten werden revolutioniert, neue Tools sorgen für Produktivitätsschübe.

Ein kleiner Einblick in praktische Anwendungsbereiche:

  • Recruiting und Onboarding:

Viele Arbeitgeber nutzen das Metaversum für Vorstellungsgespräche und laden Bewerberinnen und Bewerber ein, das Unternehmen kennenzulernen und sich über die virtuelle Plattform unmittelbar mit der Kultur und Werten der Organisation auseinanderzusetzen. Virtuelle Welten ermöglichen es, ein großes und breites Publikum anzusprechen und das Recruiting noch zugänglicher und reibungsloser zu gestalten, um Fachkräfte an verschiedenen Standorten zu rekrutieren. Zwei Beispiele sind MGM, das mit Virtual Reality immersive Onboarding-Prozesse für Arbeitssuchende realisiert hat, und Globant selbst, das neuen Mitarbeitern ein 360° Onboarding in der virtuellen Realität anbietet. Martin Migoya, CEO von Globant, betont, dass sich das Metaversum noch in der Findungsphase befinde. Er ist fest davon überzeugt, dass sich virtuelle Welten positiv auf den Einstellungsprozess auswirken können: „Wer Vorstellungsgespräche am Bildschirm durchführt, dem entgeht einiges über den Menschen. Das Metaversum mit seinen Avataren zeichnet sich durch neue Möglichkeiten des Ausdrucks aus. Dadurch tun sich neue Wege auf, um ein wesentlich besseres Verständnis von Menschen zu erlangen.“

  • Markenpositionierung von Unternehmen:

Einige Unternehmen interagieren mit Hochschulabsolventen und Schulabgängern über das Metaversum. Sie stellen dort ihr Unternehmen vor und informieren über offene Stellen, wodurch sie sich als attraktiver Arbeitgeber präsentieren. Durch diese unverbrauchte Herangehensweise erhöhen sie ihre Chancen, Bewerberinnen und Bewerber anzusprechen, die unter dem Radar fliegen. Um digitale Talente auf uns aufmerksam zu machen, müssen wir außergewöhnliche digitale Experiences schaffen. 

  • Aus- und Weiterbildung:

Die Rolle von Corporate Learning hat sich radikal verändert. Schulungsinhalte werden nicht länger nur innerbetrieblich entwickelt, und Lernprozesse nicht nur von Vorgesetzten angestoßen. Gegenwärtig gibt es einige Anwendungen im Metaversum für Mitarbeitertraining, Teleschulungen, Gesundheitsvorsorge und nicht zuletzt auch für die digitale Wirtschaft, wo neue Formen der Vernetzung an Bedeutung gewinnen. 

Das Metaversum für Bildungszwecke ist eine aufkeimende Idee, die es Lehrern, Schülern und Eltern ermöglichen soll, über digitale Avatare in einem spielerischen Kontext miteinander in Kontakt zu treten. Der Lernprozess kann in einer virtuellen Realität verankert werden, die in ihre Faszination unserer gewohnten Realität in nichts nach steht. Tatsächlich haben bereits mehrere Universitäten weltweit digitale Ausbildungszentren errichtet. Es gibt digitale Anwendungen, die es den Nutzern ermöglichen, in die virtuelle Welt einzutauchen und mit ihr zu interagieren, indem sie komplexe Objekte und Strukturen schaffen, und die Option der Interaktion mit anderen Nutzern bieten.

Einige Tools, die Teamarbeit im Metaversum bereits umsetzen:

Mesh von Microsoft

Wie Microsoft CEO Satya Nadella kürzlich verkündete, arbeitet Microsoft am „Metaversum für Unternehmen“.

Den Eintrittspunkt bildet die hauseigene Teams-App. Mesh ist eine neue Mixed-Reality-Plattform, die es Menschen an unterschiedlichen Standorten ermöglichen soll, per Hologramm über eine Vielzahl von Geräten zu interagieren und zusammenzuarbeiten.

Meta von Facebook

Meta will virtuelle Zusammenarbeit mit Horizon Workrooms auf ein neues Level heben. Bei der Plattform handelt es sich um einen VR Workspace, der Teams die Möglichkeit bietet, sich auszutauschen und noch produktiver zusammenzuarbeiten. Dank Meta können Kolleginnen und Kollegen „am selben Tisch sitzen“, obwohl sie über den gesamten Globus verstreut sind. Das Homeoffice wird zum spannenden Meeting-Raum.

Virbela
Virbela schafft einen gemeinsamen Raum für Arbeit, Lernen und Entwicklung in einer immersiven virtuellen Welt, die von überall zugänglich ist. Die 3-D-Plattform ermöglicht es Menschen, mit Kolleginnen und Kollegen genau wie in der realen Welt zu interagieren.

Vor zehn Jahren wurden Kryptowährungen noch als verrückte Idee abgetan. Heute löst das Metaversum ähnliche Reaktionen aus. Wir sind jedoch fest davon überzeugt, dass ihm die Zukunft gehört – auch wenn sie wahrscheinlich anders aussieht, als wir es uns heute vorstellen. 

Dabei schöpfen wir aus unserer tiefgreifenden Expertise: Globants Metaverse und Cultural Hacking Studios sind stets auf der Höhe der aktuellen Trends und suchen nach Wegen, Organisationskulturen frische Impulse zu verleihen. Bei Interesse können Sie uns gerne jederzeit kontaktieren.

Unser Cultural Hacking Studio macht Unternehmen fit für die Zukunft, indem es den kulturellen Nährboden für die besten Talente bereitet. Digitale Transformation kann nicht ohne kulturelle Transformation gelingen.

Unser Metaverse Studio verfügt über mehr als 15 Jahre Erfahrung in der Realisierung von AAA Games. Zu unseren Kunden zählen die führenden zehn Unternehmen der Gamingbranche. Diese Arbeit belegt unser Potenzial, virtuelle Welten als digitale Plattformen zu entwickeln und zu skalieren. Wir haben mit mehreren Unternehmen aus dem Ökosystem des Metaversums zusammengearbeitet, darunter Epic Games, Crey, Decentraland und The Sandbox. Wir haben auch Kunden mit Virtual-Office-Initiativen begleitet, die Google, Zoom, Slack und andere Collaboration-Tools integrieren. Dabei haben wir den Kunden dazu verholfen, ihre Firmen-DNA auf neue, aufregende Art zu interpretieren. Darüber hinaus haben wir Projekte von „nativen“ Metaversum-Unternehmen wie Pixelynx begleitet, das die Musikindustrie mit einem Mix aus Gaming, Musik und Blockchain neu erfinden will.

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